Glycophos®

Fresenius Kabi (Schweiz) AG

Zusammensetzung

Wirkstoffe

Natrii glycerophosphas ut Natrii glycerophosphas pentahydricus.

Hilfsstoffe

Acidum hydrochloridum, Aqua ad iniectabile.

Darreichungsform und Wirkstoffmenge pro Einheit

Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung (i.v.)

1 ml enthält 216 mg Natriumglycerophosphat (als 306.1 mg Natriumglycerophosphat-Pentahydrat).

1 Ampulle zu 20 ml enthält:

Glycerophosphat: 20 mmol

Natrium: 40 mmol, entsprechend 920 mg Natrium.

Osmolalität: 2760 mOsm/kg

pH: 7.4

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Zusatz zu Infusionslösungen in der parenteralen Ernährung bei Erwachsenen und Kindern zur Deckung des Phosphatbedarfs.

Dosierung/Anwendung

Übliche Dosierung

Die Dosierung erfolgt individuell nach Massgabe des Phosphatbedarfs.

Erwachsene: Im Allgemeinen reichen 10-20 ml Glycerophosphat (10-20 mmol Glycerophosphat) zur Deckung des Tagesbedarfs an Phosphat.

Neugeborene und Kinder: Die empfohlene tägliche Dosis für Kinder und Neugeborene beträgt 1.0-1.5 mmol/kg Körpergewicht.

Glycophos wird nach Mischung mit einer Infusionslösung über einen Zeitraum von mindestens 8 Stunden infundiert.

Art der Anwendung

Glycophos darf nicht unverdünnt verabreicht werden.

Der Zusatz von Glycophos muss unmittelbar vor Beginn der Infusion aseptisch erfolgen und das Gemisch sollte innerhalb von 24 Stunden aufgebraucht werden.

Kontraindikationen

Glycophos darf bei schwerer Niereninsuffizienz, Schock, Hypernatriämie, Hyperphosphatämie und Dehydratation nicht angewendet werden.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Glycophos darf nicht unverdünnt verwendet werden.

Wird Glycophos an Patienten mit Niereninsuffizienz verabreicht, müssen die notwendigen Vorsichtsmassnahmen angewendet werden, um einer Phosphatakkumulation vorzubeugen. Der Phosphatstatus der Patienten sollte in regelmässigen Abständen kontrolliert werden.

Interaktionen

Es wurden keine Interaktionen mit anderen Medikamenten beobachtet. Es konnte jedoch ein mässiger Abfall der Serumphosphatkonzentration während Kohlenhydratinfusionen beobachtet werden.

Schwangerschaft, Stillzeit

Es sind weder kontrollierte Studien bei Tieren noch bei schwangeren Frauen verfügbar. Unter diesen Umständen soll das Medikament nur verabreicht werden, wenn der potenzielle Nutzen das foetale Risiko übersteigt. Unter Einhaltung der Vorgaben sind keine schädigenden Wirkungen in der Schwangerschaft zu erwarten.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Glycophos hat keinen Einfluss auf die Fahrtüchtigkeit oder die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen.

Unerwünschte Wirkungen

Es liegen keine Berichte über unerwünschte Wirkungen vor.

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.

Überdosierung

Es wurde über keine unerwünschten Wirkungen bei Überdosierung berichtet.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code

B05XA14

Wirkungsmechanismus/Pharmakodynamik

Phosphat ist ein wesentlicher Bestandteil von Knochen und Membranen und ist von vitaler Bedeutung für verschiedene physiologische Prozesse. Die normale Serumphosphatkonzentration beim Erwachsenen beträgt 0.7-1.4 mmol/Liter.

Glycerophosphat ist in Elektrolytmischungen besser kompatibel mit Kationen, speziell mit Kalzium, als anorganisches Phosphat.

Klinische Wirksamkeit

Hypophosphatämie ist ein häufiger Befund bei parenteral ernährten Patienten, die keine Phosphatsubstitution erhalten. Klinische Manifestationen wie Parästhesien, Muskelschwäche und Hyperventilation treten vor allem bei schweren Phosphatmangelzuständen auf. Sie sind durch die Gabe von Phosphat rasch zu beheben. Auch ohne klinische Zeichen können verschiedene Stoffwechselfunktionen unter Phosphatmangel beeinträchtigt sein. Es konnte nachgewiesen werden, dass eine ausreichende Versorgung mit Phosphat eine wichtige Voraussetzung für eine effiziente Verwertung von parenteral zugeführten Aminosäuren und Kohlehydraten ist. Phosphatsubstitution in Form von Glycerophosphat kann bei parenteral ernährten Patienten die Serumphosphatspiegel normalisieren.

Pharmakokinetik

Absorption

Keine Angaben.

Distribution

Keine Angaben.

Metabolismus

Glycerophosphat wird im Plasma zum grössten Teil unter der Einwirkung von alkalischer Phosphatase in biologisch aktives anorganisches Phosphat umgesetzt. Aus Studien an Patienten geht hervor, dass praktisch alles Glycerophosphat zu anorganischem Phosphat hydrolysiert wird.

Elimination

Keine Angaben.

Präklinische Daten

Keine Angaben.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Das Arzneimittel darf nur mit den unter «Hinweise für die Handhabung» aufgeführten Arzneimitteln gemischt werden.

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Besondere Lagerungshinweise

Nicht über 25 °C lagern. Nicht einfrieren.

Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.

Hinweise für die Handhabung

Maximal 10 ml Glycophos und 10 mmol Ca2+ (CaCl2) können 1000 ml Glucose 5% beigemischt werden.

Maximal 20 ml Glycophos und 20 mmol Ca2+ (CaCl2) können 1000 ml Glucose 20% beigemischt werden.

Maximal 60 ml Glycophos und 24 mmol Ca2+ (CaCl2) können 1000 ml Glucose 50% beigemischt werden.

Zulassungsnummer

52780 (Swissmedic).

Packungen

Glycophos, Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung: 20 Polypropylen-Ampullen zu 20 ml [B]

Zulassungsinhaberin

Fresenius Kabi (Schweiz) AG, 6010 Kriens.

Stand der Information

April 2024.