Insadol®

Pflanzliches Arzneimittel

 

Zusammensetzung

Wirkstoffe

Extrakt aus der nichtverseifbaren Fraktion des Maisöls (Zea mays L., embryo), Auszugsmittel Ethylacetat.

Hilfsstoffe

Mikrokristalline Cellulose, Lactose-Monohydrat 122 mg, hochdisperses Siliciumdioxid, Povidon (K=30), Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A), Magnesiumstearat, Hypromellose, Ethylcellulose, Diethylphthalat, Poly(vinylalcohol), Talkum, Lecithin, Xanthangummi, Methacrylsäure-Ethylacrylat-Copolymer (1:1), Triethylcitrat, Natriumhydrogencarbonat, Natriumlaurylsulfat, Carmellose-Natrium, Maltodextrin, Glucose-Monohydrat 0.31 mg, Natriumcitrat, Titandioxid (E 171), Tartrazin (E 102, entsprechend 1.1 mg), Gelborange S (E 110, entsprechend 0.17 mg), Indigocarmin (E 132).

 

Eine Filmtablette enthält 0.181 – 0.265 mg Natrium.

 

Darreichungsform und Wirkstoffmenge pro Einheit

1 Filmtablette enthält 35 mg Extrakt aus der nichtverseifbaren Fraktion des Maisöls.

 

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Insadol ist ein pflanzliches Arzneimittel auf der Basis eines Maisölextraktes. Insadol wird traditionsgemäss bei Erwachsenen verwendet zur unterstützenden Behandlung bei leichten Entzündungen und Erkrankungen des Zahnfleisches (Gingivitis, Parodontitis, Parodontose), falls eine geeignete Zahnpflege und Mundhygiene alleine nach zahnärztlicher Beurteilung nicht ausreichend sind.

Die Anwendung dieses Arzneimittels im genannten Anwendungsgebiet beruht ausschliesslich auf der traditionellen Verwendung.

 

Dosierung/Anwendung

Übliche Dosierung

Erwachsene: 3 mal täglich 2 Filmtabletten während vier Wochen, gefolgt von einer Dosis von 3 mal täglich 1 Filmtablette über weitere 8 Wochen.

Eine längerdauernde Anwendung sollte nur unter zahnärztlicher Aufsicht erfolgen.

Als Erhaltungsdosis werden 3 mal täglich 1 Filmtablette empfohlen.

Für eine Anwendungsdauer von mehr als drei Monaten liegen keine Daten vor.

 

Art der Anwendung

Die Filmtabletten sollen nüchtern mit etwas Wasser eingenommen werden.

 

Spezielle Dosierungsempfehlungen

Kinder und Jugendliche

Sicherheit und Wirksamkeit bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren sind nicht belegt. Das Arzneimittel soll daher in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden.

 

Ältere Patienten

Zur Anwendung von Insadol bei Patienten >65 Jahre liegen keine spezifischen Daten vor. Eine Dosisanpassung ist jedoch vermutlich nicht erforderlich.

 

Eingeschränkte Leber- oder Nierenfunktion

Insadol wurde bei Patienten mit Leber- oder Niereninsuffizienz nicht untersucht. Es können daher keine Dosierungsempfehlungen gemacht werden.

 

Kontraindikationen

Bekannte Überempfindlichkeit gegenüber Azo-Farbstoffen, Acetylsalicylsäure und anderen Prostaglandinsynthesehemmern oder gegenüber weiteren Bestandteilen des Arzneimittels.

 

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Bei Personen, die an Asthma oder chronischer Urtikaria leiden oder eine Überempfindlichkeit gegenüber nichtsteroidalen Entzündungshemmern aufweisen, kann Insadol Überempfindlichkeits-reaktionen an der Haut oder im Respirationstrakt hervorrufen. Beim Auftreten entsprechender Symptome ist die Behandlung abzubrechen.

 

Bei einer Überdosierung von Phytosterolen (mehr als 3 g/Tag) können gesundheitliche Risiken nicht ausgeschlossen werden. Diese Menge liegt jedoch erheblich über jener, welche bei alleiniger Einnahme von Insadol in der empfohlenen Dosierung (siehe «Dosierung / Anwendung») aufgenommen wird, sodass in diesem Fall nicht mit einem Risiko zu rechnen ist. Die zusätzliche Verwendung von Phytosterol-haltigen Nahrungsergänzungsmitteln oder von mit Phytosterolen angereicherten Nahrungsmitteln sollte aber ggf. während der Behandlung mit Insadol reduziert werden.

 

Für Patienten unter 18 Jahren liegen keine ausreichenden Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit von Insadol vor. Das Arzneimittel soll daher in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden.

 

Insadol enthält die Azo-Farbstoffe Tartrazin (E 102) und Gelborange S (E 110). Diese Farbstoffe können allergische Reaktionen hervorrufen.

 

Insadol enthält Lactose und Glucose. Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, völligem Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nicht anwenden.

Insadol enthält verschiedene Natrium-Verbindungen. Das Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Filmtablette, d.h. es ist nahezu «natriumfrei».

 

Interaktionen

Es wurden keine Interaktionsstudien mit Insadol durchgeführt. Bisher sind jedoch keine klinisch relevanten Interaktionen bekannt.

 

Schwangerschaft, Stillzeit

Schwangerschaft

Es liegen keine klinischen Erfahrungen mit der Anwendung von Insadol während der Schwangerschaft und keine ausreichenden tierexperimentellen Studien in Bezug auf Reproduktionstoxizität vor. Das potenzielle Risiko für den Menschen ist nicht bekannt.

Zwar werden Inhaltsstoffe, wie sie Insadol enthält, auch mit der täglichen Ernährung aufgenommen. Dennoch sollte eine Anwendung von Insadol während der Schwangerschaft nur bei eindeutiger Indikation und unter ärztlicher Überwachung erfolgen.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob die Inhaltsstoffe von Insadol in die Muttermilch übertreten. Insadol soll daher während der Stillzeit nur nach ärztlicher Verordnung und unter Berücksichtigung der mütterlichen Phytosterol-Aufnahme mit der Nahrung (siehe auch «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen») angewendet werden.

 

Fertilität

Es liegen weder klinische noch tierexperimentelle Daten zur Fertilität vor.

 

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Es wurden keine entsprechenden Studien durchgeführt.

 

Unerwünschte Wirkungen

Liste der unerwünschten Wirkungen

Nachfolgend sind die unerwünschten Wirkungen nach Organsystem genannt, über welche in der Literatur unter Anwendung von Insadol berichtet wurde. Die verfügbaren Daten erlauben keine Abschätzung der Häufigkeit.

 

Erkrankungen des Immunsystems

Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut und der Atmungsorgane.

 

Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes

Leichte, transiente gastrointestinale Beschwerden.

 

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.

 

Überdosierung

Es liegen keine Erfahrungen mit einer Überdosierung von Insadol vor.

Im Falle einer Überdosierung sind ggf. symptomatische Massnahmen einzuleiten.

 

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code

A01A

Wirkungsmechanismus/ Pharmakodynamik

Die Anwendung dieses Arzneimittels im genannten Anwendungsgebiet beruht ausschliesslich auf der traditionellen Verwendung.

Klinische Wirksamkeit

Die Anwendung dieses Arzneimittels im genannten Anwendungsgebiet beruht ausschliesslich auf der traditionellen Verwendung. Daten zur klinischen Wirksamkeit liegen nicht vor.

 

Pharmakokinetik

Absorption

Die Pharmakokinetik des Präparates wurde beim Menschen nicht untersucht. 

Distribution

Die Pharmakokinetik des Präparates wurde beim Menschen nicht untersucht.

Metabolismus

Es wurden keine Studien durchgeführt.

Elimination

Es wurden keine Studien durchgeführt.

 

Präklinische Daten

Sicherheitspharmakologie

Es wurden keine Studien durchgeführt.

Toxizität bei wiederholter Gabe

Es wurden keine Studien durchgeführt.

Genotoxizität

In einer in vitro-Studie zeigte der Wirkstoff von Insadol keine Mutagenität.

Kanzerogenität

Es wurden keine Studien durchgeführt.

Reproduktionstoxizität

Es wurden keine Studien durchgeführt.

 

Sonstige Hinweise

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Besondere Lagerungshinweise

Bei Raumtemperatur (15 – 25°C) lagern.

Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.

 

Zulassungsnummer

68497

 

Packungen

Blisterpackungen mit 100 Filmtabletten [D]

 

Zulassungsinhaberin

Future Health Pharma GmbH, 8620 Wetzikon

 

Stand der Information

März 2023