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Fachinformation zu Kompensan®:Janssen-Cilag AG
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Gal.Form/Ther.Gr.Zusammens.Eigensch.Pharm.kinetikInd./Anw.mögl.Dos./Anw.Anw.einschr.Unerw.Wirkungen
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Antazidum 

Zusammensetzung

Carbaldratum 340 mg, Excip.: Natrii alginas, magnesii stearas, Saccharum, Arom. menthae piperitae Permaseal, Arom. menthae spicatae pro compr.

1 Kompensan Tablette enthält 340 mg Dihydroxyaluminium-natrium-carbonat-hydrat und entspricht 300 mg wasserfreiem Dihydroxyaluminium-natrium-carbonat.
1 Tablette enthält 48 mg Natrium.

Eigenschaften/Wirkungen

Carbaldrat (Dihydroxyaluminium-natrium-carbonat) neutralisiert die Magensäure, indem es mit der Salzsäure reagiert, wobei Aluminiumchlorid und Bicarbonat entstehen. Die Wirkung von Kompensan tritt sofort ein, d.h. der pH im Magen wird auf ca. 4,5 angehoben und bleibt während 2-3 Stunden auf dieser Höhe. 1 Tablette neutralisiert ca. 7,5 mmol H + .

Pharmakokinetik

Ungefähr 17-30% des gebildeten Aluminiumchlorids werden resorbiert und bei normaler Nierenfunktion rasch renal ausgeschieden. Im Dünndarm wird Aluminiumchlorid rasch in unlösliches, schwer resorbierbares, basisches Aluminiumsalz umgewandelt.
Natriumbicarbonat reagiert rasch mit Salzsäure. Dabei entstehen Natriumchlorid, Kohlendioxid und Wasser. Überschüssiges Bicarbonat, welches die Magensäure nicht neutralisiert, gelangt rasch in den Dünndarm, von wo es resorbiert wird. Bei normaler Nierenfunktion wird das überschüssige Natrium und Bicarbonat renal ausgeschieden, was eine Alkalisierung des Urins zur Folge hat.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Behandlung von Magenbeschwerden, die mit einer Hyperazidität einhergehen wie Sodbrennen, Magenschmerzen, saures Aufstossen und Völlegefühl.
Auf ärztliche Verschreibung kann Kompensan auch verwendet werden bei Hyperazidität verbunden mit akuter oder chronischer Gastritis, Reizung der Magenschleimhaut (z.B. durch Alkohol, Nikotin oder Medikamente), Magen- oder Duodenalulcus und zur Behandlung der Refluxoesophagitis.

Dosierung/Anwendung

Die übliche Dosierung beträgt 1-2 Tabletten Kompensan entweder zwischen den Mahlzeiten, vor dem Schlafengehen oder beim Auftreten von Symptomen.
Die Tabletten sollten vor dem Schlucken gründlich gekaut und nicht ganz eingenommen werden, da sonst die erwünschte Wirkung stark reduziert wird.

Anwendungseinschränkungen

Kontraindikationen
Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff. Schwere Niereninsuffizienz.

Vorsichtsmassnahmen
Die Langzeitanwendung von aluminiumhaltigen Antazida bei Patienten mit Niereninsuffizienz kann zu einer Hyperaluminämie führen. Deshalb soll Kompensan bei diesen Patienten nur unter ärztlicher Überwachung eingesetzt werden.
Kompensan darf Patienten, die an Nierensteinen leiden, nur unter ärztlicher Kontrolle verabreicht werden.
Wie alle Antacida kann Kompensan die Resorption von gewissen Arzneimitteln reduzieren wie z.B. Tetrazykline, Chinolone, Isoniazid, Eisenpräparate, Digoxin, Indometacin, Naproxen, Diflunisal, Anticholinergika, Phenytoin, Cimetidin, Propranolol, Vitaminpräparate, Fluorid- und Phosphat-Präparaten. Es ist ein zeitlicher Abstand von 1-2 Stunden zwischen der Einnahme von Kompensan und anderen Medikamenten einzuhalten.

Schwangerschaft, Stillzeit
Schwangerschafts-Kategorie C.
Es sind weder kontrollierte Studien bei Tieren noch bei schwangeren Frauen verfügbar. Unter diesen Umständen soll das Medikament nur verabreicht werden, wenn der potentielle Nutzen das fötale Risiko übersteigt.

Stillzeit
Beim Menschen wurden keine Probleme beobachtet. Die in der Muttermilch ausgeschiedene Aluminiummenge ist zu klein, um eine Wirkung auf das Neugeborene zu haben.
Auf eine mögliche Beeinträchtigung der Eisen-, Fluorid-, Phosphat- und Vitaminresorption sollte jedoch geachtet werden.

Unerwünschte Wirkungen

Bei hoher Dosierung kann es bei Patienten mit verminderter Darmmotilität, Dehydratation oder restriktiver Flüssigkeitszufuhr zu Konstipation kommen. Bei Verabreichung von hohen Dosen über längere Zeit kann sich bei schwerer Niereninsuffizienz eine systemische Aluminiumintoxikation mit zentralnervöser Symptomatik entwickeln. Hohe Dosen, über längere Zeiträume verabreicht, können zu Störungen im Säure-Basen-Haushalt führen.

Interaktionen

Siehe «Vorsichtsmassnahmen».

Überdosierung

Bisher nicht bekannt.

Sonstige Hinweise

Hinweis für Diabetiker
1 Tablette Kompensan enthält 0,6 g Zucker, d.h. 0,06 BW.

Allgemeiner Hinweis
Im Rahmen der Kariesprophylaxe sind wegen des Zuckergehaltes von 0,6 g pro Tablette die üblichen Massnahmen für die Mundhygiene angezeigt.

Haltbarkeit
Kompensan Tabletten sind bis zu dem auf der Packung mit «Exp.» bezeichneten Datum verwendbar.

IKS-Nummern

33230.

Stand der Information

Juni 1995.
LPD 080496/RL88

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