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Fachinformation zu Claromycin® 250/500:Spirig HealthCare AG
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Pharmakokinetik

Die Pharmakokinetik von Clarithromycin ist nicht dosislinear.
Absorption
Clarithromycin ist durch seine Struktur als 6-O-Methylerythromycin A weitgehend magensäureunempfindlich. Das Präparat wird nach oraler Gabe vor allem im Dünndarm schnell und gleichmässig absorbiert.
Bei einer Dosis von 250 mg 2× täglich werden im Steady-State nach 2–3 Tagen maximale Serumkonzentrationen von ca. 1 µg/ml Clarithromycin und 0,6 µg/ml des aktiven Metaboliten (14-OH-Clarithromycin) etwa 2 Stunden nach der Einnahme erzielt. Bei einer Dosis von 500 mg 2× täglich betragen die Maximalwerte ca. 2,8 resp. 0,85 µg/ml und bei 2× 1000 mg 5–10 resp. 1,5–2 µg/ml. Die Kinetik der Dosierung von 3× 500 mg Claromycin/d wurde mit derjenigen von Claromycin 2× 500 mg verglichen. Unter Claromycin 3× 500 mg/d waren im Steady-State Cmax um 31%, Cmin um 119% und die AUC0–24 um 65% höher. Weder Tmax noch die Halbwertszeit der Elimination unterschieden sich substantiell. Die absolute Bioverfügbarkeit von Clarithromycin beträgt ca. 55%.
Die Einnahme von Nahrung unmittelbar vor der Einnahme von Claromycin verlangsamt etwas die Aufnahme von Clarithromycin und erhöht die Bioverfügbarkeit. Dies ist jedoch nicht von klinischer Relevanz.
Distribution
Die Plasmaproteinbindung von Clarithromycin beträgt bei einer Konzentration von 0,45 µg/ml etwa 72% und nimmt mit steigender Konzentration ab. Das Verteilungsvolumen beträgt 286 l nach Einmaldosierung und 176 l nach Mehrfachgabe.
Experimentelle Untersuchungen wie auch solche am Menschen belegen die gute Gewebegängigkeit von Clarithromycin. Ausser im Zentralnervensystem (im Affen ca. 5% der Serumkonzentration im Liquor) werden in allen anderen untersuchten Tiergeweben Konzentrationen erreicht, die um ein Mehrfaches über den Plasmaspiegeln liegen. Im menschlichen Lungengewebe, in den Tonsillen und in der Nasalmukosa werden die höchsten Clarithromycin-Konzentrationen nach ca. 4 Stunden erreicht. Sie betragen dann das 7-, 5,9- resp. 6,2-fache der jeweiligen Serumspiegel.
Im Gastral-Mucus resp. im Magengewebe beträgt die Konzentration im Steady-State zwei Stunden nach der Einnahme von 3× 500 mg Claromycin 4,2 resp. 20,8 µg/g; bei gleichzeitiger Gabe von Omeprazol steigen die Spiegel auf 39,3 resp. 24,3 µg/g an.
Die Gewebespiegel liegen somit über den minimalen Hemmkonzentrationen der üblichen Erreger.
Clarithromycin wird aktiv etwa 9-fach in den Phagozyten angereichert.
Daten betreffend Plazentapassage liegen zurzeit noch nicht vor. Clarithromycin penetriert in die Muttermilch.
Metabolismus
Clarithromycin wird metabolisiert und zwar vor allem über N-Demethylierung und Oxidation in Position 14 des Erythronolids. Dabei entsteht ein ebenfalls antibakteriell wirksamer Metabolit, das 14-Hydroxy-R-Epimer.
Elimination
Die Halbwertszeit der Elimination ist dosisabhängig und beträgt im Steady-State nach 250 mg 2× täglich 3–4 h für Clarithromycin und 5–6 h für den Metaboliten. Sie nimmt mit steigender Dosis zu und beträgt bei 500 mg 2× täglich 4,5–4,8 h resp. 6,9–8,7 h. Die Ausscheidung über die Niere ist dosisabhängig und beträgt 20–40% (Q0= 0,6–0,7).
Kinetik spezieller Patientengruppen
Ältere Menschen
Die Blutspiegelmaxima sowie die Halbwertszeit der Elimination sind erhöht, wahrscheinlich aufgrund der herabgesetzten Creatinin-Clearance. Eine Änderung der Dosierung ist normalerweise nicht nötig (siehe «Dosierung/Anwendung»).
Leberinsuffizienz
Bei nicht stark eingeschränkter Leberfunktion wurden keine Veränderungen der Kinetik von Clarithromycin gefunden. Die Konzentrationen des 14-OH-Metaboliten waren in diesen Patienten jedoch generell etwas niedriger. Erfahrungen bei Patienten mit starker Einschränkung der Leberfunktion fehlen. Da diese Substanz vorwiegend über die Leber eliminiert wird, sollen Patienten mit stark eingeschränkter Leberfunktion gut überwacht werden.
Niereninsuffizienz
Bei schwerer Niereninsuffizienz sind Blutspiegelmaxima, Halbwertszeit der Elimination sowie die AUC sowohl von Clarithromycin wie auch von 14-OH-Clarithromycin erhöht. Bei Patienten mit einer Creatinin-Clearance von <30 ml/min/1.73 m2 sollte deshalb die Dosis halbiert werden. Die Therapiedauer sollte nicht mehr als 14 Tage betragen (siehe «Dosierung/Anwendung»).

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