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Fachinformation zu Postinor®:Gedeon Richter (Schweiz) AG
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Fahrtücht.Unerw.WirkungenÜberdos.Eigensch.Pharm.kinetikPräklin.Sonstige H.Swissmedic-Nr.
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Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: G03AD01 (Notfall-Kontrazeptiva)
Postinor ist ein orales Notfall-Kontrazeptivum zur Anwendung innerhalb von 72 Stunden nach erfolgtem ungeschützten Geschlechtsverkehr oder bei Versagen einer mechanischen Verhütungsmethode.
Primärer Wirkungsmechanismus ist eine Blockierung und/oder Verzögerung der Ovulation durch Suppression des Peaks des luteinisierenden Hormons (LH). Levonorgestrel beeinflusst den Ovulationsprozess nur dann, wenn es vor dem Einsetzen des LH-Anstiegs verabreicht wird. Hingegen hat Levonorgestrel keine kontrazeptive Wirksamkeit mehr, wenn es zu einem späteren Zeitpunkt im Zyklus verabreicht wird.
Klinische Studien
In publizierten klinischen Studien lag die Schwangerschaftsrate nach Anwendung von 1,5 mg Levonorgestrel zwischen 1.3% (von Hertzen 2002) und 2.2% (Glasier 2010) (gegenüber einer ohne Notfallkontrazeption erwarteten Schwangerschaftsrate von rund 8% [von Hertzen] bzw. 5.4% [Glasier]). Die Wirksamkeit verringert sich mit zunehmendem Zeitabstand zum Geschlechtsverkehr. Beispielsweise wurde in einer Studie die Schwangerschaftsrate bei Einnahme innerhalb der ersten 24 Stunden mit 0.4%, innerhalb von 24-48 Stunden mit 1.2% und innerhalb von 48-72 Stunden mit 2.7% angegeben.
Zur Wirksamkeit bei einer Anwendung nach mehr als 72 Stunden liegen nur limitierte Daten vor. Diese Daten zeigen eine Abnahme der Wirksamkeit; die Schwangerschaftsrate lag bei den betroffenen Anwenderinnen bei bis zu 2.8%.
Es gibt Daten, welche darauf hindeuten, dass die Wirksamkeit hormonaler Notfallkontrazeptiva mit steigendem Körpergewicht bzw. BMI abnimmt. Insbesondere wurde unter Levonorgestrel für Frauen mit einem BMI ≥30 kg/m2 eine gegenüber normalgewichtigen Frauen erhöhte Schwangerschaftsrate gefunden (ca. 5% gegenüber ca. 1%). Andere Studien konnten dies jedoch nicht bestätigen.
Bei der empfohlenen Einmalgabe von 1,5 mg Levonorgestrel sind keine klinisch relevanten Modifikationen des Lipid- und Kohlenhydratstoffwechsels zu erwarten.

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