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Kurz-Fachinformation für Cubicin, MSD Merck Sharp & Dohme AG

Am 3. April 2007 wurde Cubicin® (Daptomycin) 350 mg Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung (i.v.) zugelassen.

Indikationen:
,,Cubicin ist zur Behandlung erwachsener Patienten mit folgenden Infektionen durch Gram-positive Bakterien geeignet, sofern die verursachenden Bakterien gegen Cubicin empfindlich sind
· Komplizierte Haut-und Weichteilinfektionen (cSSTI), verursacht durch folgende empfindliche Gram positive Mikroorganismen: Staphylococcus aureus (inklusive methicillinresistente Keime), Streptococcus pyogenes, Streptococcus agalactiae, Streptococcus dysgalactiae subsp. equisimilis und enterococcus faecalis
· Staphylococcus aureus Bakteriämie (SAB)
Daptomycin ist ausschliesslich gegen Grampositive Infektionen aktiv. Im Falle von Mischinfektion, bei denen der Verdacht auf Gramnegative und/oder bestimmte Arten anaerober Bakterien besteht, sollte Cubicin gemeinsam mit (einem) geeigneten antibakteriellen Wirkstoff(en) angewendet werden. Offizielle Empfehlungen zum angemessenen Gebrauch von Antibiotika sollen beachtet werden, insbesondere Anwendungsempfehlungen zur Verhinderung der Zunahme von Antibiotikaresistenz.
Daher wird empfohlen, dass die Indikationsstellung und der Therapiebeginn mit Daptomycin im Spital unter Anleitung eines Spezialisten erfolgt.
Es liegen keine Erfahrungen vor bei Patienten mit Kunstklappenendokarditis, mit Prothesesinfektionen, Infektionen des ZNS , Osteomyelitis, Verbrennungen und unzureichende Erfahrungen bei der Behandlung der Endokarditis."

Dosierung:
Komplizierte Haut-und Weichteilinfektionen (cSSTI):
Die empfohlene Dosis für Erwachsene liegt bei 4 mg/kg einmal alle 24 Stunden über einen Zeitraum von 7-14 Tagen bzw. bis zum Abklingen der Infektion
Staphylococcus aureus Bakteriämie (SAB):
Die empfohlene Dosis für Erwachsene liegt bei 6 mg/kg einmal alle 24 Stunden über einen Zeitraum von 2-6 Wochen je nach Diagnose und Festlegung durch den behandelnden Arzt.
Bei Patienten mit einer Kreatinin-Clearance
Â≥ 30 ml/min ist keine Dosisanpassung erforderlich. Bei Patienten mit einer Kreatinin-Clearance < 30 ml/min ebenso wie bei Patienten unter Hämodialyse oder kontinuierlicher ambulanter Peritonealdialyse (CAPD) sollte die Dosis auf 4 mg/kg als Einzeldosis einmal alle 48 Stunden vermindert werden. CUBICIN sollte möglichst immer an Dialysetagen nach Abschluss der Dialyse angewendet werden.
Die Anwendung von CUBICIN bei Patienten mit leichter oder mittelschwerer Leberinsuffizienz erfordert keine Dosisanpassung. Über die Behandlung von Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz liegen keine Daten vor.

Eigenschaften/Wirkungen:
Bei Daptomycin handelt es sich um ein ausschließlich gegen Gram-positive Bakterien aktives, natürliches zyklisches Lipopeptid. Der Wirkmechanismus umfasst eine Bindung (in Gegenwart von Calciumionen) an Bakterienmembranen von Zellen in der Wachstums- und stationären Phase, was eine Depolarisation bewirkt und zu einer raschen Hemmung der Protein-, DNA- und RNA-Synthese führt. Dies wiederum resultiert im bakteriellen Zelltod bei vernachlässigbarer Zell-Lyse. Daptomycin zeigt in vitro eine rasche, konzentrationsabhängige bakterizide Aktivität gegen empfindliche grampositive Organismen.
Erwachsene Patienten mit klinisch dokumentierten komplizierten Infektionen von Haut und Hautstrukturen (cSSSI) wurden in zwei randomisierte, multinationale, multizentrische, für die Prüfärzte verblindete Studien eingeschlossen, in welchen Cubicin (4 mg/kg i.v. einmal täglich)
entweder mit Vancomycin (1 g i.v. zweimal täglich) oder mit einem halbsynthetischen Penicillin (d.h. Nafcillin, Oxacillin, Cloxacillin oder Flucloxacillin; 4 bis 12 g i.v. pro Tag) verglichen wurde. Patienten mit bekannter Bakteriämie bei Studienbeginn wurden ausgeschlossen. Die Endpunkte bezüglich der Wirksamkeit waren in beiden Studien die klinischen Erfolgsraten. In der Studie 9801 betrug die klinische Erfolgsrate in der ITT-Population 62.5% (165/264) bei den mit Cubicin behandelten Patienten und 60.9% (162/266) bei den mit Vergleichspräparaten behandelten Patienten. In der Studie 9901 betrug die klinische Erfolgsrate in der ITT-Population 80.4% (217/270) bei den mit Daptomycin behandelten Patienten und 80.5 % (235/292) bei den mit Vergleichspräparaten behandelten Patienten.
Die Wirksamkeit von Cubicin bei Behandlung von Patienten mit einer Staph. aureus Bakteriämie wurde in einer offenen multinationalen Studie untersucht. Die Patienten wurden in 2 Gruppen randomisiert: Entweder erhielten sie Cubicin 6mg/kg i.v. einmal täglich oder eine Standardversorgung Anti-Staphylokokken-Penicillin 2 g i.v alle 4 h (Nafcillin, Oxacillin, Cloxacillin oder Flucloxacillin) oder aber Vancomycin 1g i.v zweimal täglich. Die Therapiedauer stützte sich auf die klinische Diagnose des Prüfarztes. Die Abschlussdiagnosen sowie die Outcome-Überprüfungen zum Zeitpunkt des Test of Cure (6 Wochen nach der letzten Therapiedosis) wurde von einem verblindeten Prüfungskommitee durchgeführt. Die Gesamt-Erfolgsraten entsprechend der Beurteilung durch das Prüfungskomittee lagen in der ITT-Population bei Patienten, die mit Cubicin behandelt wurden bei 44,2% (53/120) und bei Patienten, die mit dem Vergleichspräparat therapiert wurden bei 41,7% (48/115) (Differenz = 2,41% [95% CI 10,2; 15,1]

Kontraindikationen, Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen, Interaktionen und unerwnschte Wirkungen
Cubicin ist kontraindiziert bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile
In klinischen Studien hat sich gezeigt, dass CUBICIN in der Behandlung von Pneumonie nicht wirksam ist.
Während der Therapie mit CUBICIN wurde über Anstiege der Kreatinphosphokinase-Werte im Plasma berichtet, die mit Muskelschmerzen bzw. Muskelschwäche sowie Fällen von Myositis, Myoglobinämie und Rhabdomyolyse assoziiert waren. Ausgeprägte Plasma-CPK-Erhöhungen auf über das Fünffache der oberen Normalgrenze ohne Muskelsymptome waren innerhalb klinischer Studien bei Patienten unter CUBICIN gegenüber Patienten unter Vergleichspräparaten häufiger zu verzeichnen (1,6% vs. 0,6%). Die Fachiformation gibt Anweisungen für Monitoring von Myopathien und Empfehlungen bei Feststellung von Myopathien.
Daptomycin ist kein bedeutsamer Induktor oder Inhibitor humaner CYP 450 Isoformen; demzufolge sind in Verbindung mit CYP 450 keine Interaktionen zu erwarten.
Über 1500 Personen wurden innerhalb klinischer Studien mit CUBICIN behandelt; von diesen wurden mehr als 800 Personen über einen Zeitraum von 7 bis 14 Tagen mit einer therapeutischen Dosis behandelt. Unerwünschte Wirkungen waren bei den Patienten in den CUBICIN-Gruppen und bei den Probanden unter Vergleichsregimen vergleichbar häufig zu dokumentieren.

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